Ritter Heinrich von Barmstede

Warum eigentlich “Ritter Heinrich“ ?

Im 12. Jahrhundert zogen die Ritter von Barmstede auf ihren Stammsitz
bei Barmstedt und dienten von da aus den Schauenburger Grafen.
Im Namen der Schauenburger durfte dann auch der erste bekannte
Ritter Heinrich Advocatus de Barmstede auf seinem Rittergut herrschen.
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Das Wappen der Ritter von Barmstede (Quelle: Wikipedia)

Den Rittern von Barmstede gehörte sehr viel Land, das heute zum
größten Teil die Stadt Barmstedt ist. Durch dieses Land waren die
Ritter reich und mächtig.
Sie ließen eine Burg in der Krückau und die Kirche hier in Barmstedt
bauen, die Du bestimmt kennst. Sie waren an der Gründung der
Stadt Krempe beteiligt und ließen eine Brücke über die Pinnau
und 2 weitere Burgen bei Uetersen bauen.
Unter Heinrich ll. stifteten die Ritter von Barmstede auch noch
den Bau des Uetersener Klosters. Dieser Heinrich ll. war einer der
wichtigsten Männer und durfte gräfliche Urkunden unterzeichnen.

Die Ritter von Barmstede waren aber nicht nur Edelmänner.
Otto von Barmstede hatte zum Beispiel Hamburger Schiffe
auf der Stör ausgeraubt und musste dafür natürlich Strafe zahlen.
Mitte des 14. Jahrhunderts starben die Ritter von Barmstede schließlich
aus und ihr Besitz ging an die Schauenburger Grafen zurück.

Laut einer Legende soll aber Ritter Heinrich ll. von Barmstede unter einer Grabplatte auf dem Klosterfriedhof von Uetersen begraben sein.
 
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Zeichnung der Grabplatte (Quelle: Wikipedia)

Die Platte wurde jedoch 1995 entfernt, um sie zu schützen.
Heute ist der Barmstedter Ritter auf dem Wappen der Stadt abgebildet und gerät damit nicht in Vergessenheit.

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